Erst vor einiger Zeit waren die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für den Bezug von Wohngeld angepasst worden.
Auf diesem Wege stieg die Zahl der potentiellen Empfänger und Empfängerinnen bereits deutlich. Nun wirkt sich ein anderer Faktor darauf aus, dass die Zahl der Antragsteller in manchen Regionen erheblich ansteigt.
Die Wirtschaftskrise hat heftiger als erwartet zugeschlagen. Arbeitnehmern, die ihren Arbeitsplatz verlieren oder in Kurzarbeit tätig sind, entsteht plötzlich durch sinkendes monatliches Entgelt ein Wohngeld-Anspruch.
Von Verdopplungen der Anträge wird vielerorts gesprochen, die zuständigen Behörden drohen regelrecht vereinzelt unter der Mehrbelastung zusammenzubrechen. Dafür mag mancher Verbraucher Verständnis zu haben. An der finanziellen Problematik ändert dies jedoch nichts, wenn die Familien ohne Wohngeld kaum die Belastungen zu meistern imstande sind.
Doch im schlimmsten Falle könnten die Bearbeitungszeiten von drei und mehr Monaten noch weiter steigen, denn zusätzliche Mitarbeiter kann sich nicht jede Gemeinde für die Prüfung der Wohngeld-Ansprüche leisten.
Fraglich ist nur, wie sich die Lage entwickeln wird, wenn weitere Branchen zeitversetzt von der internationalen Krise betroffen werden und Mitarbeiter entlassen werden müssen, weil die Unternehmen keine andere Alternative haben. Dann trifft es einmal mehr diejenigen, die eigentlich nicht auf ihr Wohngeld oder andere staatliche Unterstützungen verzichten können.
