Das renommierte Allensbach-Institut hat schon vielfach mit den Ergebnissen seiner Studien für Furore gesorgt.
4000 junge Menschen mit Abitur wurden zu ihren Zukunftsplänen in Sachen Bildung befragt. Das Resultat gibt einmal mehr den Kritikern Recht, die sich bisher gegen Studiengebühren stark gemacht haben und eine deutliche Spaltung zwischen den sozialen Gruppen in Deutschland erkennen.
Die in Hamburg vorgestellte Studie könnte in gewisser Weise wie folgt ausgelegt werden: Wer als Schüler schon weiß, dass die Studienfinanzierung steht, zweifelt auch am Sinn eines Studiums nicht. Immerhin 79 Prozent der Abiturienten und Abiturientinnen, für die Dinge wie Studienfinanzierung kein Problem darstellen, wollen sich auch tatsächlich an der Uni einschreiben.
Bei den Umfragteilnehmern, die es bei der Finanzierung nicht ganz so leicht haben, beläuft sich die Zahl der Abiturienten mit Studienabsicht auf nur etwa 44 Prozent. Ein deutlicher Unterschied, der eben auch dafür sprechen kann, dass die angeblich so guten Ansätze der Studienfinanzierung nicht überzeugen können.
Etwa ein Drittel der Befragten äußerte im Rahmen der für das Reemtsma Begabtenförderungswerk durchgeführten Studie Zukunftssorgen bezüglich der Schuldenrückzahlung. Länder, die wie Hamburg die Studiengebühren gesenkt haben, können übrigens eine höhere Quote bei den Schulabgängern mit Hochschulreife, die von dieser auch Gebrauch machen, vorweisen. Insgesamt liegt Deutschland nach wie vor unter dem Durchschnitt der OECD.
