Die Neuaufstellung beim Meister-Bafög, die von der deutschen Bundesregierung vorgenommen wurden und zum kommenden Juli in Kraft treten, kommt neuen Zahlen zufolge keinen Moment zu spät. Denn der Bedarf bei den Menschen steigt zusehends.
Das Wiesbadener Statistische Bundesamt gab die aktuellen Zahlen zur Nutzung der Bafög-Leistung für Fort- und Weiterbildung für das vergangene Jahr bekannt. 2006 und 2007 war das Modell in der Gunst der potentiellen Nutzer gesunken, doch das Jahr 2008 zeigt wieder deutlich positiveren Bedarf.
Vermutlich liegt dies nicht zuletzt auch daran, dass die Verbraucher in Zeiten der Wirtschaftskrise Bildung wieder vermehrt als Kapital und Investition für die eigene berufliche Zukunft erkannt haben. Was immer die Beweggründe im Einzelnen sein mögen, verglichen mit dem Vorjahr stieg die Zahl der Nutzer von Meister-Bafög um immerhin 4,4 Prozent.
Die Gesamtsumme, die der Staat für die insgesamt rund 140 000 geförderten Personen in den unterschiedlichen Bereichen ausgegeben wurden, beziffern die Experten des Bundesamtes auf 382 Millionen Euro. Auch hier ist ein Plus von etwa sieben Prozent erkennbar.
Deutlich mehr als zwei Drittel der Investitionen gehen auf das Konto der Darlehensmodelle, hier wurden etwa 267 Millionen Euro bereitgestellt. Der Rest verteilt sich auf die unterschiedlichen Zuschüsse des Meister-Bafögs, die zukünftig noch mehr Verbrauchern mit Weiterbildungsinteresse zugute kommen sollen.
