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Abschaffung der Studiengebühren Gefahr für Uni-Niveau

Wenn man es so ausdrücken möchte, könnte man sagen, Deutschland sei eine Nation, in der Studentenproteste durchaus eine lange Tradition haben.

Doch schon früher war die Kritik von außen am Verhalten der Studenten häufig harsch. Auch in der jetzigen Phase sehen viele Gegner der Demos in der Forderung nach einer sofortigen Abschaffung der Studiengebühren den genau falschen Schritt.

Sollten die Gebühren tatsächlich wieder abgeschafft werden, so die Kritiker der Studenten-Interessen verlören viele Universitäten vermutlich auch eine wichtige Einnahmequelle. Deren Mittel kommen bis auf die wenig rühmlichen und aus den Medien bekannten Ausnahmen eben doch den Gebührenzahlern selbst zugute.

Den Unis, die mit den Studiengebühren gewissenhaft und im Interesse ihrer Geldgeber umgehen, fehlen später die Investitionsmöglichkeiten, um das bisherige Bildungsniveau halten zu können. Sollte sich dieser Standpunkt als richtig erweisen, ginge den Studierenden Qualität im Studium verloren, die durch die Studiengebühren-Einsparungen in keiner Weise ausgeglichen sind.

Bildungsexperten raten daher den Streikenden dazu, von ihrer deutlich zu ideologisch geführten Aktion gegen Bildungskosten und die Politik abzurücken und sinnvollere Maßstäbe anzusetzen als bisher. Nur so könne eine Debatte geführt werden, an dessen wirklich effiziente Ergebnisse stehen, die für die nachfolgenden Generationen von Studenten und Studentinnen wirklichen Mehrwert bewirken. Wie so oft hat jede Medaille also auch im Falle der Studiengebühren zwei Seiten.

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1 Kommentar zu "Abschaffung der Studiengebühren Gefahr für Uni-Niveau"

  1. Torsten

    was für Lösungsansätze sind hier sinnvoll? Nahezu kein Bundesland fordert Studiengebühren somit werden nur die Subventionen des Staates in den Ländern die Studiengebühren aufrecht erhalten abgezogen und in andere Länder gepumpt. Soziale Gerechtigkeit ist alles was wir Studenten fordern, ideologische Denkansätze sind eher sekundär. Nach ihrem Lösungsansatz müssten allerhöchstens in allen Bundesländern Studiengebühren eingeführt werden, allerdings werden auch sie feststellen, dass dann wesentlich weniger Studenten nachrücken werden, da die Lebenshaltungskosten schon ohne Studiengebühren sehr hoch sind. Eine sinnvolle Alternative wäre höchstens ein höherer Steuerfreibetrag im Niedriglohnsektor, dass Studenten mehr Arbeiten können ohne Besteuert zu werden. Somit könnte wenigstens gewährleistet werden dass ein Student aus weniger betuchten Familien seine Versorgung ohne Kredit gewährleisten kann oder wollen sie allen Ernstes behaupten, dass 400 Euro Bafög reichen um den Lebensunterhalt und die Kosten für das Studium an sich zu decken?

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