Inwieweit Meldungen aus der SPD selbst in dieser Art der Partei vor den Bundestagswahlen wirklich den gewünschten Effekt verschaffen, werden die kommenden Monate zeigen müssen.
Wahr ist in jedem Fall, dass sich die Sozialdemokraten in bildungspolitischer Hinsicht momentan an einem Scheideweg befinden. So bezeichnet man die CDU als die „Partei der Studiengebühren“ und versucht, den Schulterschluss mit den protestierenden Schülern und Studierenden zu üben, die derzeit gegen die Studiengebühren und für bessere Bildungsangebote an deutschen Hochschulen demonstrieren im ganzen Land.
Bildung als Menschenrecht, so heißt es aktuellen Parteistatements, dürfe nicht vom Geldbeutel der Menschen abhängig gemacht. Diese Aussage beziehen die Sozialdemokraten auf alle Ansätze von der Kindertagesstätte über die Grundschule bis hin zum Studium, das über ein verbessertes BAföG finanziert werden soll.
Politisch fordert die SPD dabei ein gebührenfreies Studium, das jedem Schüler mit entsprechender Qualifikation einen Master-Abschluss garantieren müsse in Deutschland. Schwierig an den Forderungen der Partei ist allerdings vor allem die Tatsache, dass man selbst vor Jahren maßgeblich mit auf dem Gaspedal stand, als es um die Schaffung des heutigen Gebührenmodells an den Universitäten stand.
Die Ankündigung eines Bildungssoli, über den Reiche wirtschaftlich schlechter gestellten Bürgern bessere Bildung ermöglichen sollen, wird da vermutlich nicht helfen, um die potentiellen Wählern die Führungsrolle der SPD in Sachen Studiengebühren vergessen zu machen.
