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Sachsen warten oft halbes Jahr auf Wohngeld

Erst vor wenigen Wochen wurden das Thema Wohngeld und die deutlich zeitverzögerten Auszahlungen an die Bezieher thematisiert.

Doch die seinerzeit genannten drei Monate Verzug sind nichts im Vergleich zu der Geduld, die Antragsteller bis zu einer Bewilligung in vielen Regionen Sachsens aufbringen müssen. So können die Zeiträume zwischen Einreichung des Antrags bis zur endgültigen mitunter gut und gerne sechs Monate liegen.

Der Grund: Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der unterschiedlichen Wohngeldstellen sind längst nicht mehr Herr der Lage. Eine Verdopplung der Antragszahlen nach der Korrektur des Wohngeldanspruchs zur Jahreswende beim Wohngeld hat vielfach eine vollkommene Belastung zur Folge, die eben den erheblichen Verzug ausgelöst hat.

Mehr Geringverdiener mit Wohngeld-Anspruch bedeutet eben auch deutlich mehr Arbeitsaufwand in den Behörden, das jedoch bislang meist ohne zusätzliches Personal, das bei der Abarbeitung helfen könnte.

Auffallend ist bei den aktuellen Zahlen zum Thema, dass die Antragsteller in Metropolregionen wie etwa rund um und in Leipzig weitaus weniger lange auf die erste Überweisung des Wohngeldes warten müssen als etwa in Regionen in ländlichen Gefilden.

Nur langsam setzt das Bewusstsein ein, dass dringend mehr Sachbearbeiter eingestellt werden müssen, um die Antragsflut bewältigen zu können. Sechs Monate warten können die Wohngeld-Berechtigten schließlich nicht. Sonst müssten sie vermutlich keinen Antrag stellen.

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