Saarland kündigt Fortbestand der Studiengebühren an
So sehr sich die Studierenden in ganz Deutschland seit dem Wochenbeginn auch bemühen. Skeptiker rechnen den studentischen Massen nur geringe Erfolgsaussichten aus, dass sie mit ihren Protesten, Demos und ganzheitlichen Streiks wirklich etwas an den augenblicklichen Bedingungen auf den deutschen Campi verändern werden.
Schon kommen aus den ersten Bundesländern eindeutige Signale hinsichtlich der vonseiten der Studenten- und Schülervertretungen kritisierten Studiengebühren. Den Anfang macht die Saarländische Regierung.
Das Kabinett in Saarbrücken will auch in Zukunft am Modell der Finanzierung der Universitäten über Studiengebühren festhalten. Denn angesichts der Mittel in den Landeshaushalten sei das hohe Niveau des Studiums und der Lehre an den deutschen Unis und FHs nur über Studiengebühren aufrecht zu erhalten.
Zudem bezeichnet der saarländische Wissenschaftsminister Rippel die Studiengebühren als Instrument für den Wettbewerb zwischen den Unis in ganz Deutschland. Das sehen die Studierenden in ihrem Bündnis gegen die Gebühren natürlich deutlich anders. Denn wenn alle Unis im Land auf die Gebühren verzichteten, müsste niemand von einem solchen Marketingansatz Gebrauch machen.
Nach wie vor könne nur ein Studium ohne Gebühren die gewünschte individuelle Wahl des Studienplatzes sicherstellen. Gerade in Saarbrücken waren die Einschreibungszahlen infolge der Studiengebühren-Einführung deutlich gesunken. Ganz logisch scheint die Position des Ministers somit nicht zu sein.
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Im 100-Tage Regierungsprogramm der SPD Saar steht eindeutig: Die Studiengebühren im Saarland werden abgeschafft. Am 30. August bei der Landtagswahl im Saarland kann also jeder selbst entscheiden: Ein weiter so mit der CDU und den Studiengebühren oder Abschaffung der Studiengebühren mit der SPD.
Regierungsprogramm der SPD Saar unter: http://www.spd-saar.de