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Elterngeld kommt bei bayerischen Männern gut an

Die aktuellen Zahlen zum Elterngeld zeigen im Grunde zweierlei. Einerseits muss die Familienministerin Ursula von der Leyen zugeben, dass es sich bei ihrem politischen Steckenpferd nicht um den erhofften ganz großen Wurf handelt.

Kritiker, die dem Modell von Anfang an kaum Chancen auf Erfolg einräumten, müssen ihrerseits attestieren, dass von einem wirklichen Scheitern jedoch ebenfalls nicht gesprochen werden kann. Vielmehr konnte das Elterngeld wenigstens vorübergehend positive Signale aussenden.

Knapp 126 000 Elternteile haben bis zum März dieses Jahres das Angebot vom Staat genutzt, um über den Bezug von Elterngeld Zeit für den Nachwuchs zu haben. Fast 30 Prozent der Eltern, die von der staatlichen Leistung Gebrauch haben, nutzten die Chance, sich die Elternzeit bei der Kindererziehung zu teilen.

Dass in der Landeshauptstadt Berlin die meisten Väter Elterngeld in Anspruch nahmen, mag vielen noch logisch erscheinen. Doch neben Berlin wird vor allem im Freistaat Bayern häufig von Vätern Elterngeld beantragt, so die Fakten des Statistischen Bundesamtes.

Gehen in Berlin rund 21 Prozent der Elterngeld-Anträge auf das Konto der Männer, so sind es in Bayern mit einem Fünftel nur geringfügig weniger. Mit soviel männlicher Emanzipation hätte mancher im sonst so traditionsbewussten Bayern nicht unbedingt gerechnet.

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