Einmal mehr ist es das Deutsche Studentenwerk, das sich für die Belange der Studierenden an den Universitäten und Fachhochschulen des Landes einsetzt.
Wie bei vielen anderen Kritikern der momentanen Bildungspolitik steht auch beim DSW der Aspekt der Chancengleichheit ganz oben auf der Prioritätenliste. Wie üblich vor den Wahlen legt der Bundesverband der Studentenwerke den Parteien im Vorfeld der bevorstehenden Bundestagswahlen eine Art Wunschzettel mit wesentlichen Punkten zur Verbesserung der Lage an den Unis vor.
Rolf Dobischat, Präsident des DSW, fordert nicht nur eine Korrektur der derzeitigen Sätze bei der Leistung BAföG. Es müssten grundsätzliche Maßnahmen ergriffen, weil die Bekämpfung der Wirtschaftskrise auch im Bereich Bildung Wirkung zeigen müsse.
Dennoch zielt die Kritik der Studentenvertretung wie so oft vor allem auf die Ausbildungsförderung BAföG. Ein Indiz dafür, dass die Leistungen noch immer zu niedrig seien und Bildung eben doch von der Herkunft abhänge, sieht Dobischat in den Statistiken.
Rund 83 Prozent der Kinder aus Haushalten mit akademischer Bildung nehmen ein Studium auf. In Haushalten ohne akademischen Hintergrund beläuft sich die Quote nur auf 23 Prozent. Diesbezüglich belege Deutschland einen traurigen Spitzenplatz in den internationalen Rankings. Ein Weg dies noch rechtzeitig zu korrigieren, soll die umgehende Abschaffung der Studiengebühren sein.
