Wenn es ein Problem gibt, das nicht regional beschränkt auftritt, dann ist es die Zahl der privaten Zahlungsunfähigkeiten, der so genannten Privatinsolvenz.
Immer mehr Menschen im Lande sind nicht mehr in der Lage, allein Herr oder Herrin der persönlichen finanziellen Situation zu werden. Die Folge: Die Zahl der überschuldeten Haushalte steigt – ganz nach dem Vorbild der amerikanischen Kreditkrise – in vielen Teilen des Landes rasant an.
Die Auslöser sind fast immer die gleichen. Steigende Arbeitslosigkeit und allzu gedankenloser Umgang mit Verbraucherkrediten, um sich etwas Luxus zu gönnen, der eigentlich mit den eigenen Mitteln kaum zu finanzieren wäre. Schon in jungen Jahren droht vielen Menschen eine Verschuldung, weil Schulden aus Mietverhältnissen und überdimensionierte Handyrechnungen die monatlichen Mittel auffressen.
Öffentliche Stellen zur Schuldnerberatung sind bisher rar gesät auf der Deutschlandkarte. Doch dies soll sich in den kommenden Monaten und Jahren ändern. Insbesondere in den Ballungszentren wie Berlin sollen zusätzliche Schuldnerberatungen dafür sorgen, dass die betroffenen Menschen schneller professionelle Hilfe erhalten können.
Der Idealfall ist der, dass es gar nicht erst zur Privatinsolvenz kommt. Doch zu diesem Zwecke sind die Verbraucher selbst gefragt. Viele wagen den Schritt zum Schuldnerberater erst viel zu spät, so dass oft keine andere Lösung mehr infrage kommt. Die Möglichkeiten einer Prophylaxe sind dabei durchaus nicht zu unterschätzen.
