Nicht in allen Bereichen, in denen seit Jahresbeginn veränderte Rahmenbedingungen vorherrschen, berichten die Verbraucher allzu häufig über spürbare Verbesserungen.
Im Falle der Wohngeldreformen äußern sich jedoch vor allem viele Haushalte mit geringeren Einkommen positiv über das, was die Bundesregierung verändert hat. Die Stellungnahmen vieler Städte und Gemeinden fällt ebenso optimistisch aus.
Wie zu erwarten war, ist die Zahl der Bezieher von Wohngeld durch die neuen Bemessungsgrenzen deutlich gestiegen. Vielerorts ist die Gruppe der Haushalte mit Anspruch um bis zu 50% oder gar mehr gestiegen. Besonders die Gemeinden dürfen sich freuen, denn die Kosten werden in voller Höhe von den Ländern und dem Bund getragen.
Wer von den neuen Vorgaben beim Wohngeld besonders profitieren kann, ist für die Experten deutlich erkennbar. Da sind auf der einen Seite diejenigen, die schon seit Jahren Wohngeldempfänger sind und nun mitunter deutlich mehr herausbekommen.
Auf der anderen Seiten stehen Gruppen wie Altbau-Bewohner und die so genannten eheähnlichen Gemeinschaften, die seit Beginn des nun ebenfalls in den Genuss der Leistung Wohngeld kommen können. Allerdings gibt es immer auch Negatives zu berichten. So können Rentner zwar nun ebenfalls Wohngeld beziehen.
Die monatlichen Kosten steigen jedoch am Ende in vielen Fällen, weil im Gegenzug Dinge wie der Sozial-Ausweis, die Telefongebühren- und GEZ-Befreiung und andere Vergünstigungen entfallen. Dass dies so ist, ist allerdings nicht die Schuld der Neuregelungen des Wohngeldes, sondern ein unglückliches Zusammentreffen verschiedener neuer Regulierungen des Gesetzgebers.
