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Auch Studium nach Ausbildung kann Eltern zauhlungspflichtig machen

Nicht in allen Familien ist es das oberste Anliegen der Eltern, ihren Sprösslingen ausnahmslos jeden Wunsch zu erfüllen. Schule, Erstausbildung, danach muss dann aber irgendwann mal Schluss sein mit der finanziellen Unterstützung.

So die Meinung vieler Erziehungsberechtigter. Die Einstellung ist mitunter durchaus verständlich. Sei es weil die Kinder im Studium allzu sprunghaft sind und verschiedene Dinge ausprobieren. Oder weil schlicht die Mittel bei Unterhaltspflicht in der Familie eng sind.

Großen Einfluss darauf, wie lange sie ihrem Nachwuchs finanziell unter die Arme greifen müssen, haben die Eltern in Deutschland aber nicht in allen Bereichen. Es gibt immer wieder Ausnahmen von der Regel. Für die erste Berufsausbildung müssen Eltern an sich durchaus bezahlen. Doch nicht jeder wählt direkt die richtige Ausbildung oder das Studium.

Mit dem Aktenzeichen XII ZR 230/97 bringt der Bundesgerichtshof de Begriff der „deutlichen Fehleinschätzung von persönlichen Begabungen“ in die Debatte in die Finanzierung von Studium und Ausbildung.

Liegt eine solche Fehleinschätzung vor, oder haben Eltern ihre Kinder gar maßgeblich zur Wahl einer Ausbildung gedrängt, die den Interessen und Vorlieben des Kindes nicht gerecht werden, kann es durchaus sein, dass auch eine Zweitausbildung finanziert werden muss. Jedenfalls sofern der Nachwuchs darauf drängt.

Eine Zweitausbildung müssen die Eltern auch dann über den Unterhalt bezahlen, wenn ein unmittelbarer thematischer Zusammenhang besteht und die Ausbildungen zeitlich eng aufeinander folgen. Ein Beispiel dieser Art kann die Ausbildung im Krankenpflegebereich mit anschließendem Medizin-Studium zum nächstmöglichen Semester sein.

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1 Kommentar zu "Auch Studium nach Ausbildung kann Eltern zauhlungspflichtig machen"

  1. Ralf Hurkuck

    … jammern gehört sicherlich nicht zu den Tugenden, die einen guten Studenten auszeichnen. Man kann etwas schaffen, auch ohne den Eltern ständig auf der Tasche zu liegen. Ich lebte in deiner WG, war ne tolle Zeit. Heute muss es etwas eigenes sein. Das Auto selbstverständlich. Wenn Sie mich fragen, ein Akademiker wird es nicht weit bringen, wenn er nur die bequemen Seiten des Lebens geniesst.

    Also – ein wenig mehr Power, Ehrgeiz und Zielstrebigkeit und nicht immer nur ans Geld denken.

    RH

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