Dass das Studium an sich eine gute Basis für die erfolgreiche Jobsuche ist, wird niemand anzweifeln. Mit erstaunten Blicken kommen jedoch inzwischen viele angehende Akademiker und jene, die ihren Abschluss bereits in der Tasche haben, vielfach aus den Büros der Personalabteilungen in großen Unternehmen.
Denn ihnen wurde jahrelang eingebläut, dass man sein Studium nicht nur mit einem möglichst guten Ergebnis abschließen sollte. Auch die Auswahl der Studienrichtung sollte mit Bedacht geschehen. Die aktuelle Lage in Bewerbungsgesprächen präsentiert sich jedoch ein wenig anders als erwartet von den Berufsanfängern.
In vielen Bereichen scheint die Hauptaussage zu sein: Hauptsache, es ist ein akademischer Abschluss vorhanden, Fachrichtung und vor allem der akademische Grad scheinen nicht so schwer zu wiegen, wie es den Studierenden im Studium immer wieder weisgemacht wurde.
Besonders diejenigen, die sich auf die meist zeitintensiveren und langfristigeren internationalen Master Degrees verlassen hatten als Maßstab für einen guten Einstiegsjob nach dem Studium, haben nun in gewisser Weise das Nachsehen. Schließlich hätten diese Absolventen bereits mit einem „normalen“ Diplom im Job stecken können.
In Stellenanzeigen – so eine aktuelle Studie zum Thema Uniabschluss – finden Master und Bachelor bisher kaum Verwendung. Selbst eine Unterscheidung zwischen Universität und Fachhochschule entfällt zusehends in Ausschreibungen. Die neuen Systeme haben sich bisher also kaum bis in die Personalabteilungen der Unternehmen herumgesprochen.
Inwieweit sich etwa der Master-Abschluss in den kommenden Jahren etablieren wird, bleibt abzuwarten. Bis dahin verbessern vor allem praktische Erfahrungen die Erfolgsaussichten im Bewerbungsgespräch deutlich.
