Die Lage auf den Arbeitsmärkten in Europa und den USA präsentiert sich im Grunde dieser Tage überall gleichermaßen schlecht. Zunehmend brechen Jobs in allen Marktbereichen weg. Für hoch qualifiziertes Fachpersonal besteht jedoch nach wie vor Bedarf.
Das haben auch die Stipendiaten erkannt, die dank Förderung ihr Studium an einer deutschen Hochschule finanziell gesicherter als so mancher Kommilitone absolvieren dürfen. Einer Studie des Hannoveraner HIS zufolge zieht es die Stipendiaten schon während des Uni-Lebens deutlich stärker ins Ausland als die Studenten, die auf „normalem“ Wege ihren Abschluss erhalten müssen.
Das Hochschul-Informations-System der niedersächsischen Landeshauptstadt kommt zu dem Ergebnis, dass rund 47 Prozent der Stipendiaten schon im Studienverlauf deutlich öfter im Ausland studiert haben oder dies gerade planen/durchführen. Etwa ein Drittel der befragten Stipendien-Nutzer hat sich im Studium schon an einer ausländischen Uni eingeschrieben.
Mehr als 21 Prozent der Gruppe hat zudem in der Ferne ein Praktikum hinter sich gebracht, immerhin noch 16% beträgt die Quote derer, die einen Auslands-Sprachkurs als Vorbereitungsmaßnahme aufs Arbeitsleben auswählten. Stipendiaten – dies kann die Studie nahe legen – nutzen die zunehmende Internationalisierung weitaus öfter.
Somit sind sie beruflich vielfach besser gerüstet als die Kommilitonen, die nicht mit einem Auslandsaufenthalt im Bewerbungsgespräch punkten können. Info am Rande: Das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Stipendiaten ist beinahe 1:1.
