Eigentlich ist diese Nachricht genau das, was viele Politiker in Sachen Bildung immer wieder zu verhindern versuchten. Studierende und Lehrende dürften nicht untereinander abgeworben werden. Doch das Bundesland Sachsen macht nun genau dies zur Priorität.
An Schulen in Nordrhein-Westfalen versucht das ostdeutsche Bundesland für seine Universitäten weitere Studenten zu werben. Mit einem dicken Bonus kann das Land besonders deutlich punkten: Sachsen erhebt anders als NRW keine Studiengebühren, für Studierende ein durchaus wesentlich er Aspekt.
Darüber hinaus sind in den vergangenen Jahren viele der Unis in den östlichen Bundesländern sozusagen generalüberholt worden. Moderne Gebäude, gute Ausstattung der Räumlichkeiten und vor allem ein Punkt machen die Entscheidung für ein Studium in Sachsen interessant:
Dort sind übervolle Seminarräume in vielen Studienrichtungen noch eine Seltenheit, während in NRW und anderen westlichen Ländern Räume in beliebten Studienrichtungen fast aus allen Nähten platzen. Ein weiteres Argument haben die sächsischen Vertreter auf ihrer Seite.
An den Info-Ständen, die an NRW-Schulen aufgebaut werden, berichten den Interessenten Studenten aus dem Westen über die Vorzüge des Studiums in Sachsen. Die Mühen sind notwendig: In Sachsen fehlt zunehmend der Nachwuchs, um das Niveau mit 20 000 Studienplätzen aus eigenen Stücken halten zu können.
Schon im vergangenen Sommer waren die Unis Sachsen unterwegs, damals machten Sie in Bayern potentielle Studienkandidaten auf die Angebote fürs sächsische Studium aufmerksam.
