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Werden Studiengebühren von Unis gesammelt?

Schon seit Monaten kritisieren viele Studentenvertretungen im gesamten Bundesgebiet, dass nichts davon zu bemerken sei, was mit den kassierten Studiengebühren an den Universitäten eigentlich getan wird.

Das Beispiel der Uni Niederrhein könnte nun wider Erwarten regelrecht stellvertretend für die selbst gemachte Bildungskrise der besonderen Art werden. Dort nämlich bunkert die Hochschulleitung sage und schreibe sechs Millionen Euro Studiengebühren, quasi für schlechte Zeiten.

Dabei ist eindeutig vorgeschrieben, dass die Studiengebühren für die Verbesserung der Lehrbedingungen verwendet werden sollen, um die teils katastrophalen Zustände an den Unis zu beheben. Eine sparfreudige Uni an sich ist allein noch kein Problem. Doch am Niederrhein werden Gelder angehäuft, die eigentlich nicht direkt der Hochschule gehören, um damit das Konto für irgendwann einmal aufzubessern.

Von einer zweckgebundenen Investition ist nichts zu sehen, auch wenn die Uni durchaus etliche Neuerungen im Bildungssystem geschaffen hat. Ein Einzelfall ist das Vorgehen ohnehin nicht in Deutschland, so sehr es zunächst auch diesen Anschein macht.

Schon früher wurden mit Studiengebühren etwa im südlichen Baden-Württemberg Professorengehälter finanziert, eigentlich eindeutig Ländersache. Die Befürchtungen der Studierendenvertretungen scheinen demnach nicht ganz unberechtigt, dass die vermeintlichen Investitionsmöglichkeiten durch die Gebühren nicht zwingend ihnen selbst zugute kommen werden.

Vor allem deshalb nicht, wenn heutigen Studierende mit ihren halbjährlichen Leistungen das Studium späterer Jahrgänge finanzieren, während sie selbst längst ihren Abschluss in der Tasche haben.

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