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Kritik an BA und Master als deutsches Studium

Im universitären wie bildungspolitischen Umfeld ist kaum ein Thema ein so heißes Eisen wie die inzwischen einige Jahre zurückliegende Einführung der internationalen Studiengänge im Bachelor- und Master-Modell.

Im Rahmen der Bologna-Abläufe war es seinerzeit dazu gekommen, dass deutsche Studiengänge vom bisherigen Diplom-Format einer Internationalisierung unterzogen wurden, damit deutsche Universitäten im internationalen Wettbewerb vergleichbarer und besser würden. Doch die damaligen kritischen Aussagen sind vielfach bis heute dieselben geblieben.

So ist es dieser Tage die Staatsministerin des Freistaates Sachsen, die Abläufe in vielen BA-Studiengängen als zu gestrafft bezeichnet. Zwar seien die Studiengänge auf die kürzere Zeitspanne von nur sechs Semestern umgestellt worden. Das Ergebnis sei jedoch vielfach, dass die Studierenden im Gegenzug den gleichen Stoff zu bewältigen hätten, der zuvor für Diplom-Studiengänge üblich war.

Eva-Maria Stange fürchtet nicht als einzige um die Qualität des deutschen Studiums, wenn sie auf derartige Entwicklungen und Missstände an hiesigen Unis und FHs hinweist. In gewünschter Form zeigen die Beschlüsse der europäischen Bildungsministerkonferenz aus dem Jahr 1999 für die Zeit bis 2010 also noch immer nicht Wirkung.

Diskutiert wird nun von Bildungsexperten, inwieweit eine Verlängerung des Bachelor-Studiums realistisch durchführbar wäre, um den Studierenden in Deutschland zu strukturierteren Lernmöglichkeiten zu verhelfen und vor allem auch das insbesondere an FHs viele Jahre übliche Praxissemester wieder in die Bildungsabläufe zu integrieren. Denn gerade dieser Aspekt fehlt vielen angehenden Akademikern im Vergleich mit den europäischen Nachbarländern.

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