Und schon mehren sich die nächsten Meldungen aus der Bundeshauptstadt über die möglichen Pläne der Koalitionspartner. Die SPD möchte umfangreiche Reformen bei Studium und Schulsystem in Angriff nehmen.
Dass man nun doch ebenfalls das Schulwesen in Deutschland deutlich überarbeiten möchte, ergibt aus dem Wunsch, die Quote bei den Schulabbrüchen per anno um mindestens ein Zehntel zu reduzieren. Im Entwurf für besagte Reformen spielt auch das BAföG eine entscheidende Rolle.
Grundsätzliche Ausweitungen wollen die Sozialdemokraten in die Tat umsetzen nach der Bundestagswahl. Neben den „normalen“ Studierenden sollen zudem Schüler und die Bezieher des so genannten Meister-Bafögs bessere Betreuung erleben.
Vor allem will die SPD das Erststudium wieder in ein kostenfreies Modell umwandeln, und zwar bis zum Erhalt eines Master-Degrees. Zur Finanzierung könnte ein Bildungs-Soli beitragen. Sollten nach den Bundestagswahlen tatsächlich Reformen anstehen, könnte das momentane deutsche Schulsystem deutlich anders aussehen als bisher.
So soll es wesentlich durchlässiger gemacht werden, um sozial schlechter gestellten Schülern und Schülerinnen den Wechsel auf bessere Schulformen zu erleichtern. Für bessere Betreuungsangebote soll die weitere Modernisierung der Erzieher-Ausbildung sorgen, spätestens ab dem Jahr 2013 könnte eine Ganztagsbetreuung ab dem 2. Lebensjahr für jedes Kind rechtlich gesichert sein. Nur wer dies alles bezahlen soll, darüber ist bislang nichts bekannt.
