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Stipendien – Ansätze bisher gescheitert?

Einer der politischen Fürsprecher eines in weiten Teilen reformierten Stipendienmodells für Deutschland ist der nordrhein-westfälische Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart. Dieser zeigte sich im Rahmen der Wissenschaftskonferenz zum Wochenstart wenig begeistert von der mangelhaften Aktivität auf diesem Sektor.

Stipendien spielten – anders als in vielen anderen wichtigen Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorten Europas noch immer eine deutlich zu kleine Rolle. Auch im Bereich der eigentlich allerorten für wichtig befundenen Reformen beim BAföG hat sich aus Sicht der Minister und Ministerinnen deutlich zu wenig getan in den vergangenen Monaten.

Für das Scheitern seines neuen Systems für das Stipendium sieht Pinkwart vor allem die üblichen Koalitions- und Parteischarmützel als verantwortlich. Ein gravierendes Problem, mit dem sich die Länder in Zukunft verstärkt auseinandersetzen werden müssen, ist der Mangel an Studienplätzen in Deutschland.

Wenigstens in dieser Sache ist man sich Länder übergreifend und im Bund einig. Rund 275 000 zusätzliche Studienplätze werden hierzulande benötigt, um dem Ansturm der kommenden geburtenstarken Jahrgänge gerecht werden zu können. Wie immer geht es bei den derzeitigen Auseinandersetzungen vor allem darum, in welcher Form die Fördergelder für den Ausbau der Universitäten zu verteilen sind.

Bundesbildungsministerin Schavan jedenfalls zeigt derzeit wenig Bereitschaft zu einem Wechsel des bisherigen Fördersystems für die Länder. Schaffen will man die zusätzlichen Studienplätze für die angehende Bildungselite Deutschlands bis spätestens 2020.

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