Meister-Bafög weiter gefragt – Einige Unis gegen Handwerker-Studium
Selten entwickeln sich Situationen so schnell wie nach den Korrekturen der Bundesregierung beim so genannten Meister-Bafög.
Nach den Veränderungen können bekanntermaßen Meister aus dem Handwerk im gesamten Bundesgebiet ein Studium aufnehmen. Genauer gesagt, können sie gemäß einem KMK-Beschluss (Kultusministerkonferenz) entsprechend nun ihr Recht auf ein Studium an allen deutschen Universitäten und Fachhochschulen ein Studium aufnehmen.
In den Innungen der verschiedenen Berufsbereiche wird das Meister-Bafög mit großem Zuspruch aufgenommen. Vor allem die Regelung, dass nicht eigentlich lange und Nerven aufreibende Probezeiten oder spezielle Eignungstests nötig sind, stößt auf Gegenliebe bei den neuen potentiellen Studierenden aus dem Handwerk.
Trotzdem gibt es (etwa) in Hessen einige Universitäten, die dank Autonomieregelung auch weiterhin nur Abiturienten in den Hörsälen willkommen heißen wollen. Für die Handwerkskammern gibt es für dieses Verhalten keinen Grund, da der deutsche Meistertitel für hohe Qualität und Leistung spreche.
Die Unis wurden daher dazu aufgerufen, sich den Vorgaben der KMK zu fügen und Handwerker als die hochqualifizierten Studierenden zu erkennen, die sie sind. Die Meisterkurse der Innungen werden von gut der Hälfte der Teilnehmer mit dem Meister-Bafög finanziert. Für das anschließende Studium der Handwerker steht wiederum klassisch das normale BAföG bereit.
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Ich kann diese Reglung nur begrüßen!
Da ich das Abi und den Meistertitel besitze weiß ich genau wovon ich spreche. Ein Abitur zu machen ist im Gegensatz zum Meistertitel wirklich ein „großer Witz“, dass sieht man doch schon daran wer alles mit Abitur so durch die Gegend rennt. In Berlin ( bin ein Berliner) bekommt fast jeder sein Abi „geschenkt“ den Meistertitel gibt es nicht so leicht!
Wenn man sich die Bildungslage der heutigen Jugend ansieht und deren fehlende Leistungsbereitschaft dann sollten die Unis froh über jeden Leistungs- und Lernwilligen Meister sein der studieren möchte.
Ohne Handwerk gebe es heute keine Industrie und ohne Industrie bräuchte man auch keine Fachhochschulen für Natur- und Ingenieurwissensschafften mehr…