Um sich ein Bild von der Härte zu machen, mit der die Wirtschaftskrise international die Märkte erwischt hat, reicht derzeit schon ein kurzer Ausflug auf den amerikanischen Arbeitsmarkt.
Dennoch dort ist die Quote der Arbeitslosigkeit inzwischen so hoch wie seit mehr als 40 Jahren nicht mehr. Fast 4,8 Millionen Amerikaner sind allein auf Arbeitslosenhilfe angewiesen.
Doch wie der Chef der Bundesagentur für Arbeit aus Nürnberg aktuell bestätigen muss, ist der Blick in die USA oder andere Länder gar nicht nötig. Denn auch hierzulande, so BA-Chef Weise, ist die Krise längst auf dem Arbeitsmarkt angekommen, die Zahl der Antragsteller mit Anspruch auf Arbeitslosengeld I ist drastisch angestiegen in den letzten Wochen.
Immer mehr Erwerbslose reihen sich in die Schlangen auf den Fluren der Behörden ein, in der Hoffnung auf einen neuen Job und Unterstützung vom Staat. Besonders hart getroffen von den Folgen der weltweiten Krisenstimmung sind vor allem die ganz jungen Arbeitnehmer sowie die Berufstätigen im hohen Alter.
Bei den Beziehern von ALG I ist die Gruppe inzwischen laut Bundesagentur auf 1,17 Millionen Menschen angewachsen. Bei Hartz IV ist diese gravierende Entwicklung bisher nicht zu erkennen. Insgesamt wird die Zahl der Arbeitslosen im Januar mit fast 3,49 Millionen beziffert, immerhin fast 400 000 mehr als noch im vergangenen Jahr. Nun müssen es die Maßnahmen der Regierung im Kampf gegen die fortschreitende Rezession richten!

Sehr geehrte Damen und Herren
Es gab einmal eine Vorruhestandsregelung, sie hat funktioniert. Für die Älteren wäre es gut und die Jüngeren hätten eine größere Chance