Darüber, dass sich Experten aus der Wirtschaft positiv in den Medien äußern, kann sich die amtierende Bundesregierung bekanntlich nicht bei all ihren Entscheidungen freuen.
Bei den Umsetzungen der Maßnahmen zur Reform des so genannten Meister BAföG sieht man beim DGB aber durchaus ausgesprochen gute Ansätze. So sieht es im Rahmen der Anhörung von Experten im Bundestag jedenfalls der zweite Mann des DGB, Sehrbrück, am Montag morgen. Das Meister-BAföG könne in seiner aktuellen Form tatsächlich dazu beitragen, das System zur Weiterbildung in Deutschland wie gewünscht sozial wie solidarisch flexibler zu gestalten.
Auf diese Weise sei es realistisch, dass die Zahl der Fortbildungsteilnehmer im Land deutlich ansteigen werde. Besonders erfreulich sieht der DGB-Experte bei den neuen Förderansätzen die Änderungen beim BAföG bezüglich der genauen Förderungsbedingungen. Der Gesetzgeber gewährt die Leistungen nun nicht mehr ausschließlich Förderungen bei Erstmaßnahmen.
Aus Sicht des Gewerkschaftsbundes ein mehr als überfälliger Schritt, der wichtige Weichen für die fortbildungswilligen Arbeitnehmer im Lande stellen kann. wichtig sei nun, sich nicht auf den Geschafften auszuruhen, sondern das Angebot und deren Qualität weiter zu verbessern und Deutschland in Sachen Weiter- und Fortbildung international konkurrenzfähiger werden zu lassen. Bislang fehle es den Strukturen des deutschen Systems vor allem an der nötigen Transparenz. Ein Erwachsenenbildungsgesetz solle diese Vorstellungen absichern in Zukunft.
