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Experten fürchten Anstieg der Privatinsolvenzen

Ein Beweis für die zumindest anfangs guten wirtschaftlichen Bedingungen in Deutschland spiegeln sich auch in den Zahlen der Privatinsolvenzen wider:

Im zurückliegenden Jahr waren es nur noch etwa 97 000 Verbraucher, für die der letzte Weg aus der finanziellen Krise über die Privatinsolvenz gehen musste. Verschuldet waren in Deutschland insgesamt knapp unter sieben Millionen, so besagen es die aktuellen Meldungen des DSGV – des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes.

Der Erhebung zufolge waren es im Oktober knapp 470 000 Bürger weniger als im September, die mit ihren Schulden haderten. Gute Statistiken in allen Ehren. Der Verband geht für das laufende Jahr mit einer kritischen Zunahme der Verschuldung bei den Bürgern an. Die Rezession werde aller Wahrscheinlichkeit auch in diesem Sektor bleibende Spuren hinterlassen.

Der geschäftsführende Vorstand des Verbandes, Schackmann-Fallis, rechnet aufgrund der steigenden Arbeitslosenzahlen durch den Einbruch in vielen Bereichen der deutschen Wirtschaft wieder mit mehr Überschuldungen bei den Verbrauchern. Schließlich kündigte sich der Rücklauf bei den Aufträgen in vielen Branchen schon im Spätherbst des Jahres 2008 an.

Die Größe der Gruppe der von einer Überschuldung bedrohten Haushalte beziffert der Experte auf derzeit eine halbe Million Haushalte. Die Koalition müsse dieser Entwicklung durch eine Verbesserung des Beratungsangebote dringend entgegenwirken, damit nicht wie bisher nur jeder 8. Schuldner überhaupt in den Genuss einer Schuldnerberatung kommen kann.

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