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BAföG: Mit dem Studiengangswechsel nicht lange warten

Die Einsicht, dass man sich vielleicht fürs falsche Studium entschieden hat, ereilt Jahr für Jahr statistisch in Deutschland gut ein Fünftel aller neu Immatrikulierten.

An sich keine Tragödie, denn manchmal dauert es eben eine Weile, bis man das richtige Studium gefunden hat bei all de neuen Angeboten an den Universitäten und Fachhochschulen. Oft ist es auch der Druck der Bachelor- und Masterstudiengänge, der für ein Wechsel sorgt.

Für die Studierenden, deren Gebühren die Eltern oder sie selbst zahlen, ist das Problem in solchen Fällen nur ein zeitliches. Als Empfänger von BAföG-Leistungen sollte man sich einen Wechsel der Studienrichtung einerseits gut, andererseits nicht zu lange überlegen. Bis zum Start des dritten Fachsemesters macht das Amt keine Probleme, weil automatisch schwerwiegende Gründe für den Wechsel vermutet werden.

Eine Begründung ist daher nicht zu erbringen. Danach wird es entschieden schwieriger. Wer jedoch später oder zum wiederholten Mal beim BAföG-Amt den Antrag auf Wechselbewilligung einreicht und dabei vielleicht sogar den Mangel an Lust zum Fortsetzen des bisherigen Studiums angibt, muss in Zukunft vermutlich eher anderweitig die Finanzierung übernehmen, wenn kein Argument vorliegt, das vom Amt als unabweisbar angesehen wird.

Dazu könnten etwa Allergien zählen, die ein Chemiestudium unmöglich machen. Es gilt also beim BAföG wie so oft im Leben: Auch hier ist Zeit möglicherweise Geld.

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