Wie können wir der Krise der Wirtschaft am besten begegnen? Diese Frage treibt die Politiker aller großen Volksparteien derzeit um.
Bei den vielen verschiedenen Ansätzen zur Ankurbelung der Wirtschaft und zur Entlastung der bundesdeutschen Haushalte können möglicherweise endlich auch einmal die Familien wirklich profitieren. Wenigstens dann, wenn die Ideen des Koalitionsausschusses in allen Punkten wirklich in die Tat umgesetzt werden sollten.
Insbesondere in den Reihen der SPD ist man sich scheinbar der Rolle der Familien mit Kindern als Konsumfaktor im Lande bewusst. So spielen die Sozialdemokraten aktuell mit dem Gedanken, das Kindergeld für das neue Jahr im Rahmen des Konjunkturprogramms auf einmalig 200 Euro pro Kind aufzustocken.
Schwierig gestaltet sich diese Maßnahme beim Kindergeld jedoch deshalb, weil auch Familien mit hohem Einkommen ein Anrecht auf die höhere Zahlung des Kindergeldes hätten. Die gewünschte Auswirkung würde also auf anderem Wege wieder im gewissen Maße neutralisiert.
Ebenfalls könnte sich der SPD-Spitzenkandidat und derzeitige Außenminister Steinmeier vorstellen, den Kinderzuschlag für eine Gruppe von gut 800 000 Hartz IV-Berechtigten um 35 Euro auf dann 246 Euro anzuheben.
Für alle Empfänger der Sozialleistung Hartz IV jedoch sei diese Anhebung nicht denkbar, ist es aus dem derzeit tagenden Koalitionsausschuss zu vernehmen.
