Nun ist es sozusagen amtlich: Auch der deutsche Bundesrat hat am heutigen Tage endlich sein Ja für die Erhöhung des Kindergeldes ab dem Stichtag zum Jahreswechsel gegeben.
Doch zufrieden sind die meisten der Vertreter der großen Verbände im Land noch immer nicht. Ohnehin war nicht unbedingt mit einem Lob vonseiten der Verbände zu erwarten gewesen, da immer wieder darauf aufmerksam gemacht wurde, der Plan von Familienministerium von der Leyen greife beim Kindergeld und seiner Erhöhung nicht nur zu kurz.
Er treffe vor allem nicht diejenigen Familien, die dringend mehr Geld benötigten. Die geplanten Erhöhungen sowie ein um 200 Euro höherer Freibetrag bei der Einkommensteuer sei da längst nicht ausreichend.
Doch wenigstens aus politischer Sicht ist mit der Genehmigung endlich Licht in eine sehr undurchsichtige Debatte gebracht worden. Abgesehen von der Kritik an der Erhöhung selbst (für die ersten beiden Kinder erhalten Familien zukünftig 164 Euro, also zehn Euro mehr als bisher. Kind Nummer drei erhält 170 Euro, danach gibt’s für jedes Kind 195 Euro) war nämlich vorrangig die Verteilung der anfallenden Kosten ein heißes Eisen im Bundestag.
Nun sollen die einzelnen Bundesländer insgesamt innerhalb von drei Jahren aus der Bundeskasse 900 Millionen Euro extra erhalten. Langsam scheint sich also alles zu fügen …
