2009 erhalten gut 70% mehr Haushalte Wohngeld

Selten haben staatliche Neuregelungen so erhebliche Anstiege der Bezugsmöglichkeiten nach sich gezogen, als es die Ausbesserungen beim Wohngeldgesetz zu Beginn des neuen Jahres bewirken werden.

Laut Schätzungen von Sozialexperten wird die Zahl der Haushalte mit Anspruch auf Zahlung von Wohngeld im gesamten Bundesgebiet um bis zu 70% ansteigen. Dies resultiert aus unterschiedlichen neuen Regelungen, die von Seiten der Sozialverbände mit offenen Armen – aber mit einigen Vorbehalten – begrüßt werden.

Dass die Gruppe der potentiellen Wohngeld-Bezieher so deutlich ansteigen wird, ist unter anderem in der Anhebung der Einkommensgrenze begründet. So erhalten vor allem die Verbraucher, die bisher nur knapp über der Grenze lagen, aber erheblich unter den steigenden Kosten für Lebenshaltung und Energie zu leiden hatten, nun endlich auch die nötige finanzielle Unterstützung durch den Gesetzgeber.

Auch die Bezüge des Wohngeldes selbst wurden erhöht. Wenngleich die Nachbesserungen bei den Leistungen für viele nicht weit genug gehen. Denn obwohl sich im Schnitt die Zahlungen der Behörden für die Wohngeld-Bezieher von früher gut 90 Euro auf 142 Euro pro Monat verbessern werden, sehen Kritiker die Erhöhung als nicht zeitgemäß an im Hinblick auf die Kostenexplosionen in vielen Bereichen innerhalb der Jahre seit der letzten Wohngeld-Anpassung.

Aus Sicht des Gesetzgebers wird dieser Teuerung durch die neue zusätzliche Berücksichtigung der Heizkosten in ausreichenden Maße neben dem eigentlichen Wohngeld getragen.

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