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Ministerin fordert: BAföG muss gerechter werden

Kaum hat man in Berlin die neuen Wünsche für das Bundesausbildungsförderungsgesetz in mehren sich in den Ländern selbst die Kritiken und Stimmen nach anderen Ansätzen.

Eine derjenigen, die am lautesten nach weiteren Veränderungen ruft, ist die sächsische Wissenschaftsministerin Stange. Aus ihrer Sicht der Dinge ist es nur bedingt hilfreich, das BAföG schlicht zu erhöhen und zu denken, danach würden sich schon wieder mehr junge Menschen für ein Studium an den deutschen Universitäten entscheiden, damit die Einschreibungszahl endlich den gewünschten Anteil am jeweiligen Jahrgang ausmache.

Doch zu diesem Zwecke hält die Ministerin wesentlich andere Schritt für notwendig, wie sie in ihrer aktuellsten Rede ihre Landtagskollegen wissen ließt. So reiche es nicht aus, einfach mehr Geld an die BAföG-Empfänger zu verteilen. BAföG müsse eine richtige Leistungskomponente in Deutschland werden, damit zunehmend auch Kinder aus weniger gut verdienenden Haushalten den Weg ins Studium suchen.

Denn in diesen Familien ohne akademischen Hintergrund beläuft sich die Abiturientenquote auf nicht einmal ein Viertel, während in Akademikerfamilien gut 83% den höchsten deutschen Abschluss erlangen. Das Studium in Deutschland müsse wirtschaftlich erleichtern werden, indem sowohl das Schüler-BAföG deutlich ausgebaut wird als den Studierenden im Alter über 30 Jahren die berufliche Qualifizierung die staatliche Unterstützung zugesichert wird. Nur so könne auf lange Sicht das Ziel einer Jahrgangsquote in Höhe der geforderten 39% erreicht werden.

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