Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wird die Anzahl der Anträge auf Privatinsolvenz im Jahr 2008 erstmalig nach neun Jahren rückläufig erwartet. Die Schätzungen belaufen sich auf ca. 97.000 Anträge in 2008, im Vergleich dazu beliefen sich die Anträge auf insgesamt 105.238 im Jahr 2007.
Demnach dürfte die aktuelle (gute?!) Arbeitslosenquote für frischen Wind gesorgt haben, so dass sich weniger Privathaushalte der Verbraucherinsolvenz unterwerfen müssen, um aus ihren Schulden herauszukommen. Nach aktuellem Stand beläuft sich der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr auf -7,83 Prozent, was in Zahlen ausgedrückt gut über 8.200 Anträge pro Jahr macht.
In der Statistik ist deutlich ersichtlich, wie rapide die Zahlen seit 1999 angestiegen sind. Die Gründe für eine Privatinsolvenz können vielfältig sein. Neben Krankheit, Arbeitslosigkeit etc. erscheint aber immer wieder der Konsumwahn der Gesellschaft als Feind, der die Haushalte in die Schuldenfalle treibt.
Umso erfreulicher ist der Rückgang der Antragszahlen, jedoch wird sich das richtige Ausmaß der aktuellen Finanzkrise voraussichtlich im nächsten Jahr zeigen.
