Das haben die Sozialämter nun davon, dass die Bundesregierung eine Erhöhung des Wohngeldes für die bedürftigen Bürger beschlossen hat.
So jedenfalls könnte man es sagen. In vielen Teilen des Landes sehen die Mitarbeiter einen derartigen Ansturm auf die Behörden voraus, dass die Vorbereitungen auf die Umstellung und die Gäste in den Räumlichkeiten mehr als nur auf Hochtouren laufen.
An sich würde es vermutlich reichen, wenn sich die Sachbearbeiter auf die veränderte Situation durch das Studium der so genannten Wohngeldnovelle vorbereiteten. Doch die Tatsache, dass die Erhöhung beim Wohngeld gut 60% beträgt, sind noch ganz andere Maßnahmen zu treffen. Die Chancen stehen gut, dass die erste Welle der Antragsteller noch im laufenden Jahr den Weg ins Amt finden wird, um die notwendigen Formalitäten in Angriff zu nehmen.
Denn immerhin gab es seit gut sieben Jahren keine Anpassung der Finanzhilfe mehr für die Mieter und Hausherren, denen die Leistung von Bund und Ländern zusteht. Immer mehr zuständige Behörden bitten schon jetzt die potentiellen Antragsteller darum, sich einen Termin geben zu lassen, um lange Wartezeiten und Chaos auf den Fluren der Amtsstuben zu vermeiden.
Wohltuend dabei ist es, zu hören, dass viele Mitarbeiter, die für die Wohngeld-Bewilligung zuständig sind, die Erhöhung selbst für längst überfällig halten. So ziehen wenigstens einmal beide Seiten an einem Strang.
