Das ARD-Magazin „Plusminus“ hat herausgefunden, dass es überhaupt kein Problem darstellt, ein fremdes Girokonto zu plündern, wenn man über die Kontonummer verfügt und die Unterschrift fälscht.
In der Sendung zeigte der Tübinger Sicherheitsexperte Sebastian Schreiber auf, dass man mit einer gefälschten Unterschrift und der Kontonummer ohne Probleme eine Adressänderung per Fax einreichen kann und so bereits nach kurzer Zeit in den Besitz einer EC-Karte und der Geheimnummer eines fremden Kontoinhabers gelangen kann. Mit dieser Ausstattung ist es dann natürlich kein Problem mehr, über den Geldautomaten Bargeld vom Konto abzuheben.
Der Datenschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Thilo Weichert, forderte natürlich umgehend Konsequenzen aus diesem Sachverhalt. Nach seiner Meinung müssten die Banken diese Sicherheitslücken so schnell wie möglich stopfen, um die Sicherheit der Konten auch weiterhin garantieren zu können.
Von den betroffenen Banken war bis dato keine Antwort zu vernehmen, jedoch gab es eine Stellungnahme vom Zentralen Kreditausschuss, in der es hieß, dass die Banken solche Schadensfälle immer einzeln überprüfen und im Zweifelsfall für den Schaden aufkommen müssten, solange der Kunde nicht grob fahrlässiges Verhalten an den Tag gelegt hätte.
In der Sendung wurde deshalb geraten, beim bezahlen mit der EC-Karte nirgends einen Bon liegen zu lassen, weil ansonsten die Kontonummer in die falschen Hände geraten könnte.
