Im Falle der neuen BAföG-Regelungen scheint die Bundesregierung mal einen guten Wurf gelandet zu haben.
Nicht nur Sachsen (dort ist die Zahl der Bezieher besonders hoch) werden inzwischen in zunehmendem Maße an die Schüler und eingeschriebenen Studierenden die Höchstsätze für die Sozialleistung nach dem Berufsausbildungsförderungsgesetz, kurz BAföG, ausgezahlt an die Antragsteller.
Seit der Jahrtausendwende hat sich die Gruppe der Bezieher des BAföG zum Teil in einigen Bundesländern sogar verdoppelt. Insbesondere durch die neuen Berechnungsgrundlagen hat sich die Lage für die angehenden Akademiker und Akademikerinnen deutlich verändert. Zum Glück, denn die Universitäten im Lande beklagten zuletzt mitunter deutlich sinkende Zahl bei den Neueinschreibungen.
Der Auslöser war in erster Linie die Einführung der Studiengebühren in vielen Bundesländern, über deren Abschaffung nun als gescheitertes Modell nun aktuell wieder allerorten diskutiert wird. Doch bei den Zahlen der BAföG-Zahlungen lässt sich ablesen, dass es gerade die Schüler sind, die immer öfter von den Unterstützungszahlungen des Staates Gebrauch machen, um ihr Leben zu finanzieren.
Nach zeitweise rückläufigen Antragszahlen steigt nun die Zahl der potentiellen BAföG-Nutzer bundesweit also wieder an, woran vor allem die neuen Freibeträge „Schuld“ sind“. Zeigen muss sich nun, ob die neuen Voraussetzungen auch einen direkten Einfluss auf die Zahl der Einschreibungen haben werden, wie man es sich in der Politik wünscht.
