Die Öffentlichkeit hat es fast vergessen, denn als im Juli 2008 die Mehrheit von Grünen, SPD und der Linken die Studiengebühren gekippt hatte, glich dies einer kleinen Sensation. Man hatte es tatsächlich geschafft, in einem solchen Reizthema eine Lösung zu finden, die gegen den Trend war.
bafoeg-aktuell.de berichtete hier: Studiengebühren in Hessen gekippt
Teil dieser Lösung war jedoch, dass die Zahlungen, die die Universitäten durch die Studiengebühren erhalten hätten, zum Ausgleich vom Land getragen werden. Man orientierte sich dabei an Studentenzahlen aus der Vergangenheit und kam auf eine Summe von 92 Millionen Euro, die in 4 Tranchen über das Jahr verteilt an die Institutionen fließen sollten. Am 15. Oktober wurden die ersten 23 Millionen Euro überwiesen, womit vor allem die Universität Kassel nicht zufrieden war, da nach Aussage einer Sprecherin die Studentenzahlen heute um 1.500 höher seien, als im betrachteten Basisjahr und der Universität damit Gelder entgehen würden.
Insgesamt haben sich allerdings alle Universitäten in Hessen dafür ausgesprochen, die Finanzierung über Steuern beizubehalten. Es scheint also, als ob die ambitionierte Fast-Ministerpräsidentin von Hessen, Andrea Ypsilanti, mit dieser politischen Entscheidung einen ersten Erfolg gelandet hat.
