Ungewöhnlich mutet die Situation um die Kindergeld-Debatte nicht unbedingt an. Die Parteien treten immer früher in den Wahlkampf ein.
Nun haben die Politiker die nächste Runde im verbalen Boxkampf um die Erhöhung und Anpassung des Kindergeldes auf die veränderten Lebensbedingungen im Land eröffnet. Die Bundesfamilienministerin von der Leyen rückt keinen Millimeter von ihrer Position ab und verteidigt die Wichtigkeit einer Staffelung der Sozialleistung Kindergeld für Familien, die besonderem Kinderreichtum gesegnet sind.
Seit immerhin dreizehn Jahren hat es nun schon keine Erhöhung mehr gegeben die Leistungen ab dem dritten Kind pro Familie betreffend. Als ungerecht und unzeitgemäß bezeichnete die CDU-Politikerin diese Tatsache nun in einem Interview. In den Familien mit mehr als den „normalen“ ein bis zwei Kindern sei das monatliche Kindergeld ein wichtiger Ansatz, um ein Abrutschen in die finanzielle Bedürftigkeit und eine gesellschaftliche Außenseiterstellung zu verhindern.
Die Kanzlerin hat inzwischen die Erhöhung von zehn Euro pro Kind zugesichert, beim Finanzminister Steinbrück aus der SPD regt sich nach wie vor deutlicher Protest. Der Sozialdemokrat spricht sich für einen Wechsel des Kindergeld-Systems aus, indem die Familien mit schwachem finanziellen Hintergrund über Freibeträge die Belastungen senken können sollen.
Wie beide Seiten in der großen Koalition nun zueinander finden sollen, ist unklar, denn keine Seite scheint kompromissbereit.

ich bin Sozialpädagogin (FH) und arbeite in der Praxis mit Kindern zusammen. Es wäre für unsere Gesellschaft und für viele Kinder wichtiger, das es kostenlose Kindergärten und Schulnachbetreuungen gibt und Eltern verpflichtet werden (überprüft) ob sie ihren elterlichen Pflichten nachkommen und ihre Kinder ordentlich erziehen -ansonsten sollte das Kind aus der familie genommen werden können. Es ist ja gar nciht möglich ein Kind aus der Familie zu entfernen bevor es halb tot geschlagen wurde.
Die Höhe des Kindergeldes ist nicht entscheidend!!!
Das Geld kommt sowieso nicht bei den Kindern an, sondern bleibt beim Zigarattenkomsum/ Alkohol/ PC Spiele ua. Sachen bei den Eltern hängen.
Sozialarbeit hat keine Macht einzugreifen und der Staat wird in späteren Jahren immer mehr an kranke Kinder und Erwachsene zahlen dürfen.
Ich finde es sehr traurig zusehen zu müssen und nichts tun zu können, da die Eltern die Macht haben und die Kinder zum großen Teil unsozialisiert heranwachsen.
Kindergeld ist da das geringste Problem!
zu Kommentar von Frau Kepke
Frau Kepke kommt als Sozialpädagogin sicherlich mit vielen Fällen von Alkohol un anderen Konsum der Eltern in Kontakt und auch mit Verwahrlosung. Diesen Leuten ist mit KIndergeld nicht geholfen – Das mag sein – aber dieses sind auch nicht die Mehrheit der Menschen. Wir haben uns bewußt für viele Kinder (5 wunderbare Kinder) entschieden. Meinem Mann ist es mit einem durchaus leicht über dem Durchschnitt liegenden Einkommen nicht mehr möglich unsere 7Köpfige Familie plus Kindergeld gegen die extrem steigenden Kosten und vor allem auch Anforderungen auch finanzieller Art der Schulen und gesellschaftlichen Erwartungen zu finanzieren. Wir arbeiten rund um die Uhr und ich arbeite trotz fünf Kindern im Alter von 4 – 14 Jahren mit. Unsere Kräfte sind am Ende und leider bleibt keine Zeit um sich den Bedürfnissen der Kinder zu widmen und auch an der nötigen Zuneigung fehlt es manchesmal auf Grund der Erschöpfung. So geht es vielen Familien in Deutschland, oft schon ab dem 2. Kind, ohne das Geld zu versaufen oder dergleichen. Sie sollten nicht von den sozial schwierigen Fällen auf die Allgemeinheit schließen. Kinderbetreuung ist nicht genug, wer erfüllt die häuslichen Aufgaben während beide Eltern arbeiten gehen und das Kind betreut wird? Schulaufgaben und Probleme werden auch auf das Elternhaus geschoben, trotz Kinderbetreuung. Kochen, Wäsche waschen, Kinder zur Ordentlichkeit erziehen, Schulbetreuung, für ärztliche Versorgung sorgen usw. bleibt immer noch Aufgabe der Eltern nach Feierabend und das bei 5 Kindern. Da fehlt es an allen Ecken und Kanten, besonders durch die finanziell schlechte Situation. Höheres KIndergeld ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein aber dringend notwendig !!!