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Lieber Vergünstigungen als höheres Kindergeld

Gegen die grundsätzliche Existenz der deutschen Sozialleistung spricht sich Thomas Krüger, der Vorsitzende des Deutschen Kinderhilfswerkes nicht aus.

Von einer Erhöhung um nur etwa 10 Euro hält der Präsident des HKHW allerdings auch nicht besonders viel, so lassen es die aktuellen Meldungen zum Wochenbeginn erkennen. Unter den Kindern in Deutschland gebe es derzeit knapp drei Millionen, die mit ihren monatlichen Mitteln zum Teil deutlich unter der Armutsgrenze liegen.

Kindergeld sei zwar eine Möglichkeit, die Situation bedingt zu entschärfen. Insgesamt seien aber deutlich mehr Maßnahmen vonnöten, um die Stellung der einkommensschwachen Familien in Deutschland zu ändern.

Das Verschieben von Geldern habe bislang nicht viel an Missständen ändern können und auch in Zukunft seien weitaus umfangreichere Strategien nötig, um die Familien zu entlasten. Gutscheinsysteme, mit denen etwa Lernmittel und Schulspeisungen finanziert werden können, seien eine mögliche Herangehensweise, deren Mittel wirklich beim Nachwuchs ankommen würden.

Weitere Chancen sieht der Chef des Kinderhilfswerkes zudem in möglichen steuerlichen Änderungen oder Ausbesserungen im Sozialrecht, um beispielsweise über die niedrigere Kassenbeiträge Geringverdiener über Entlastungen zu unterstützen. Freibeträge hätten bisher gezeigt, dass diese nicht bei denen positive Effekte erzielen, für die sie angeblich gedacht sind.

Darüber hinaus sieht auch Thomas Krüger in den Ansätzen der frühkindlichen Bildung einen wichtigen Grundstein, um Kindern über Wissen und schulische Bildung den Weg aus dem wirtschaftlichen Elend zu bereiten.

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