Man könnte fast das Gefühl bekommen, die Sozialdemokraten seien sich plötzlich ihrer Wurzeln bewusst geworden.
Jedenfalls legen das die Ziele der Partei nahe, die man nun im deutschen Bildungssystem erreichen möchte. Die Menschen im Land sollen endlich wieder die Gelegenheit erhalten, durch Bildung einen gesellschaftlichen Aufstieg zu bewerkstelligen.
Ausnahmslos allen müsse in der BRD die beste Bildung zuteil werden, wenn sich Menschen über individuelle Perspektiven ihr Leben gestalten. Zu diesem Zweck soll nach Meinung der SPD ein neues durchlässigeres Modell auf dem Bildungssektor geschaffen werden, bei dem das so genannte „Meisterstudium“ nur der erste Schritt sein soll.
Große Bedeutung soll auch auf Studierende mit Kindern gelegt werden, denen man beitragsfreie Plätze in neuen Kindertagesstätten offerieren will. Zur Umsetzung dieser Ziele sein ein Zusammenhalt und Kooperation aller Instanzen nötig. Bund und Länder müssten ebenso mit anpacken wie die Wirtschaftsunternehmen und die vielen deutschen Verbände.
Die Einsicht, dass Wissen und Bildung das wichtigste Gut im Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit sind, ist also durchgesickert. Nun sollen als weitere Reformen für Schule und Studium angegangen werden. So weit und so gut die Forderungen des SPD-Parteivorstandes.
Angesichts der zurückliegenden Reformen aus den letzten Jahren nach der Bundestagswahl sollte man sich bei der SPD jedoch nicht wundern, wenn die Bürger in den Forderungen nicht viel mehr als typische Prä-Wahl-Propaganda sehen.
