Die Studierenden an deutschen Unis und FH in den Ländern sehen die Lage für ihre berufliche Entwicklung zum Teil deutlich verbessert, während ihre Leidensgenossen an amerikanischen Universitäten allmählich zum „Gläsernen Studenten“ werden soll.
Zum mittlerweile 10. Mal gibt es hierzulande jetzt den Studierendensurvey, der von Bundesbildungsministerium herausgegeben wird. Hier werden Studierende nach ihren Bedürfnissen und Wünschen befragt. Aber auch die Bewertung der universitären Entwicklungen sollen eingeschätzt werden. Die Ergebnis sind unterschiedlicher Art. Einerseits berichten die immatrikulierten Befragten von positiven Weichenstellungen, die das Studieren in Deutschland innerhalb der letzten 10 bis 15 Jahre durchaus auf guten Weg gebracht hätten.
Die Kritikpunkte jedoch sind noch immer noch die altbekannten. Die Studierenden wünschen sich kleinere Seminare, mehr Bezug zum späteren praktischen Berufsumfeld sowie bessere Orientierungsmöglichkeiten im Umfeld der Unis. Noch immer fällt es wegen der umständlichen und teils undurchsichtigen Studiumsstrukturen schwer, Prüfungsphasen effizient zu planen und zu bewältigen.
Hinzu kommt der Wunsch nach einer Optimierung der Betreuung durch die Lehrenden an den Unis.
Als besonders dringlich erachten die Studierenden weitreichende Bemühungen von der Regierung, um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für die Akademiker zu verbessern.
Alles in allem sind deutlich weniger Studierende unzufrieden mit den deutschen Unis. Aufgeräumt werden muss mit einem studentischen Märchen: Im Durchschnitt sind die deutschen Studierenden rund 35 Stunden pro Woche für das Studium im Einsatz, etwa ein Fünftel der Eingeschriebenen arbeitet etwa neben dem Studium. Von Bummelstudenten ohne festes Ziel vor Augen kann also kaum die Rede sein, wie der Bericht zeigt.
