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Den deutschen Schulen gehen die Lehrer aus

Bisher greift die Pädagogik-Offensive der deutschen Politik nicht wie gewünscht. Auch weiterhin fehlt überall das Fachpersonal.

Ganz neu sind die Bedenken des Verbandes Deutscher Philologen nicht, dass die Schulsituation den Schülern Karriere-Chancen rauben könnte. Aber die Lage spitzt sich zu, wenn die veröffentlichten Zahlen stimmen. Angeblich beläuft sich die Zahl der fehlenden Lehrer allein für das Schuljahr 2008/2009 auf mehr als 20 000.

Besonders drastisch wirkt so laut Verband die Tatsache aus, dass innerhalb der kommenden Jahre bis zum 800 000 Kollegen aus dem Dienst in Richtung Ruhestand ausscheiden, ohne dass ausreichend junge Lehrer von der Universität nachrücken.

Forscher warnen, dass zusätzlich zum normalen Wechsel der Generationen noch nicht abzusehen sei, welche Spuren die Reform des Universitätswesens vom Lehramt auf Studiengänge im Bachelor- und Masterformat hinterlassen werden.

Als Bedrohlich bezeichnen die Bildungsexperten die Aussicht, dass deutsche Unis anstreben, die Gruppe der potentiellen Masterabsolventen möglichst klein halten wollen, um eine Bildungs-Oberklasse zu schaffen. Bestätigen sich diese Pläne, könnte die Konsequenz ebenfalls deutlich den Lehrermangel verstärken und die Zahl der fehlenden Lehrkräfte auf mehr als 40 000 verdoppeln.

Schlechte Bezahlung und teilweise miserable Arbeitsbedingungen sind ein weiterer Grund für den Mangel an Lehrern. Besonders stark betroffen seien hierbei die naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächer und Mathematik sowie die Informatik.

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