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Wofür werden eigentlich die Studiengebühren in Hamburg verwendet?

Die Frage stellen sich nicht nur die brav zahlenden Studierenden, auch in der Politik der Hansestadt Hamburg beschäftigt man sich damit.
Passender Weise wurde diese Woche Premiere des so genannten Verwendungsberichtes im Stadtstaat begangen. Erstmalig wurde also ein Bericht zur Nutzung der eingenommenen Studiengebühren herausgebracht.

Den erhofften positiven Ausblick gewährt das Papier jedoch aus Sicht vieler Leser nicht. Vieles bleibt schlicht schwer durchschaubar. Eine Summe von immerhin sechs Milliarden Euro, die aus den Zahlungen der Studierenden stammt, ist noch ohne Verwendungszweck.

Auch ein anderes Problem birgt der Bericht zur Verwendung der Gelder. Wirkliche Aussagen darüber, ob die Studiengebühren einen positiven Effekt auf Bildung und Lehre haben, kann nicht herausgelesen werden, selbst wenn die Senatorin nicht müde wird, dies zu betonen.

In der ursprünglich als ausführlichen Bericht gedachten Studie finden sich zudem nur bedingt Aussagen darüber, welche Gelder an den Hoch- und Fachhochschulen an welche Institute und Personen geflossen sind.

Insgesamt sind in Hamburg in den Studiengebührentopf gut 38 Millionen Euro geflossen, von denen erst 13 Millionen genutzt wurden, fast 20 Millionen seien jedoch verplant, so die Senatorin.
Spätestens in fünf Jahren soll ja die Evaluation der ersten Jahre mit Studiengebühren bewerten.

Vielleicht zeigt sich dann ja, ob das Geld wirklich die universitären Infrastrukturen verbessert hat. Bis dahin muss sich der Hamburger Verwendungsbericht von vielen Seiten den Stempel „unbrauchbar“ aufdrücken lassen …

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