Mehr-Kind-Familien immer öfter Opfer von Armut
Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Armutsgrenze in Deutschland werden gewiss wieder für Wirbel bei den Bürgern sorgen.
Aber auch Familienministerin von der Leyen sieht spätestens jetzt Handlungsbedarf auf der ganzen Linie. Was das Bundesamt aktuell als Daten in die Öffentlichkeit gebracht hat, ist mehr als ein kleiner Anlass zur Sorge.
Das Risiko, dass Alleinerziehende und Familien zu verarmen drohen, ist in der Bundesrepublik seit der letzten Schwerpunktstudie zu diesem Thema deutlich angestiegen. Schon ab Kind Nummer drei verschlechterte sich bei den Alleinerziehenden das Risiko von vormals 27 % auf beängstigende 40 %.
Was genau aber ist eigentlich die Armutsgrenze?! Als arm gilt hierzulande, wer monatlich nicht mindestens über 60 % des durchschnittlichen Nettoeinkommens verfügt.
Für die Bundesfamilienministerin sind diese drastischen Fakten so etwas wie Wasser auf die Mühlen.
Spätestens nach dem Bericht zum Existenzminimum, der traditionell im Herbst veröffentlicht wird, sollen beim Kindergeld Maßnahmen ergriffen werden, wenn es nach der Politikerin geht.
Während die Experten der Sozialdemokraten grundsätzlich jedem Kind die gleiche Förderung zukommen lassen will, ist es für Frau von der Leyen eine Herzensangelegenheit, dass das Kindergeld nicht nur aufgestockt wird. Die Behörden und die Politik müssten auch verstärkt schauen, dass das Geld bei den wirklich Bedürftigen ankommt.
Hierbei soll auch die Veränderung des klassischen Rollenmodells besser berücksichtigt werden, die zu wenig in die staatlichen Regulierungen einfließt.
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Ich hoffe sehr, dass einige der Forderungen von Frau von der Leyen wirklich umgesetzt werden… Und wenn es aus Anlass der kommenden Wahlen geschieht… Hauptsache, es wird umgesetzt und nicht weiter nur diskutiert!
Wenn eine Kinderförderung im Ausbau von Einrichtungen (dem viel diskutierten notwendigen Mittagessen für alle Kinder…u.ä.), dem Einrichten der allzu notwendigen fehlenden Stellen für Lehrer und Erzieher… bestände, wäre das mehr als förderlich.
Dabei würden – ganz nebenbei – neben der Förderung der Kinder auch wirklich absolut sinnvolle und notwendige neue Arbeitsstellen in ganz verschiedenen Bereichen geschaffen (von Lehrern, Erziehern bis hin zu Küchenkräften und anderen Hifskräften…).
Oder, warum will man das Geld lieber den Arbeitslosen selbst geben, den Familienvätern, die damit ihre Sauftouren zum Fussballspiel bezahlen können…?
Und, erzählen Sie mir bitte nicht, dass das alles zu teuer wäre… Es wird soviel Geld verschwendet, nur wegen unnützer jahrelanger Planung (Extrembeispiel: Waldschlösschenbrückenbau in Dresden und deren Planungskosten in Milliardenhöhe…), da wären die sinnvoll eingesetzten Gelder für neue Stellen wirklich lachhaft…
Wenn man noch dazu überlegt, wieviel Geld für Umschulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen sinnlos in Arbeitsämtern verbraten wird… Es wäre höchstens eine Frechheit, wenn die hier benötigten Gelder als zu teuer hingestellt würden…
Das Problem sehe ich leider aber darin, dass hier viele in höheren (unnützen, nichts bringenden…) Positionen nicht freiwillig ihre sinnlosen Tätigkeiten aufgeben werden… Da wird dann lieber wieder an Stellen gespart, die mit Kräften besetzt sind, die keine Lobby haben…
Beispiel: Ich habe als Nebenjob u.a. auch schon im Küchenbereich gearbeitet, hier wurde an Stellen gespart, wo man nur konnte… Während der Hauptverkehrszeit wurden mehrere der absolut notwendigen Zusatzkräfte (Stundenlohn 5,25 Euro) eingespart. Da dann die Flut der abzuräumenden Tabletts so sehr überhand nahm, dass die Gäste ihre Teller… teilweise auf dem Fußboden oder auf Schränken abstellen mussten, lies sich ab und zu einer der Chefs (Stundenlohn unbekannt…) für mehrere Stunden großzügig dazu herab im Küchenbereich mitzuhelfen…
Den Stundenlohn, den dieser Chef hierfür erhielt, wäre mal ganz interessant zu erfahren… Wenn nur einer dieser Chefs seine Arbeit gekürzt erhielte oder ganz verlieren würde… Und dafür der Küchenbereich normal weiter funktionieren dürfte…
Wieviel würde dieses Restaurant (bei Ikea im Elbepark Dresden) dann eigentlich sparen…? Na, ganz sicher mehr als bei der Kürzung von Stundenjobs zu 5,25 Euro!
Stundenlohn 5,25 Euro… Ist für manche überhaupt nicht vorstellbar… Für ostdeutsche Küchenkräfte (hauptsächlich Frauen, nur die obersten Chefs sind Männer…) ist dieser Verdienst schon fast eine Errungenschaft… Obwohl in Wahrheit vom Netto keiner real leben kann…
Aber eine Mutter mit Kindern (z.B.) würde diesen Job gar nicht erst erhalten…
Ja, das Problem des Umsetzens der notwendigen Forderungen von Frau von der Leyen besteht vor allem darin, dass es um einen Bereich geht, der von bestimmenden Stellen in Wirtschaft, Industrie und Verwaltung als absolut uninteressant gesehen wird.
Wieviele Frauen mit solchen Problemen sitzen denn schon in solchen Positionen in der Wirtschaft…, wo etwas mitentschieden wird…
Und, genau das ist der wesentliche Grund, warum in Deutschland dieses kinder- und frauenfeindliche (offiziell natürlich auch nicht anerkannte – in bestimmtenden Positionen im Medienbereich sitzen genauso wenig Mütter…) System existiert!
Nur an einer Stelle sitzen sie… Im Bereich der Kunden!