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Deutsche Wirtschaft heizt Studiengebühren-Debatte erneut ein

Wenn Gespräche über das deutsche Bildungsniveau geführt werden, fühlen sich auch die Wirtschaftsverbände aufs Programm gerufen.

Der Begriff „Fachkräftemangel“ wird in Deutschland gerne als Schimpfwort gebraucht, wenn es um Kompetenzen und wirtschaftliche Missstände geht. Nachdem nun NRW-Minister Pinkwart eine Reform des Stipendienprogramms zur Verbesserung der Studienbedingungen und der Lehre vorschlug, gab es zunächst Zuspruch aus der Interessenverbänden der Wirtschaft.

Wie so oft fordern die Unternehmen aber noch viel mehr. An die Politik ging die deutliche Botschaft, dass die Mittel für die Hochschulen in der BRD von 12,2 auf ein Minimum von 14,7 Milliarden Euro jährlich erhöht werden müssten, um im internationalen Vergleich Stand halten zu können und die Positionierung in den Rankings zu verbessern.

Und die Industrie weiß auch schon, woher das Geld kommen soll. So sprachen sich unter anderem die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Bundesverband Deutscher Industrie neben etlichen anderen Vereinigungen für die Einrichtung von Studiengebühren mit einem bundesweit fixen Betrag von 1000 Euro pro Jahr.

Die Vorschläge finden einen guten Nährboden, denn im der vergangenen Woche sprach der Wissenschaftsrat eine Empfehlung für die Anhebung der Fördergelder für die inländische Lehre um mehr als eine Milliarde Euro vor. Die Mehreinnahmen könnten zusätzlich etwa zwei Milliarden Euro in die Bildungskassen spülen.

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