Erst in dieser Woche äußerten sich Experten zum Thema Öl und den steigenden Benzinpreisen an deutschen Tankstellen.
Die derzeitigen Preise seien längst nicht so dramatisch, wie sie es sein könnten, so der einhellige Tenor der Wirtschaftswissenschaftler. Tatsächlich sei es nur der so starke Eurokurs, der deutschen Autofahrer noch immer Preise um 1,50 Euro ermöglicht. Von den Heizkosten ganz zu schweigen.
Noch vor wenigen Jahren wären bedingt durch den schlechten Eurokurs Preise von umgerechnet 2,20 Euro pro Liter Benzin unter gleichen Vorzeichen fällig gewesen beim Gang an den Zapfhahn.
Wenigsten einen kleinen Anlass zur Hoffnung geben die aktuellen Aktienkurse für Autofahrer. Bekanntermaßen lassen sich Entwicklungen bei den Preisen für Rohstoffe wie Öl an einigen Aspekten ablesen.
So befinden sich die Kurse der im Ölgeschäft tätigen Unternehmen nicht auf dem gleichen aufsteigenden Ast, wie es die Kurse des Öls selbst tun. Dies ist eher ein Indiz dafür, dass die Ölpreise wieder sinken könnten in den kommenden Wochen. Eine ähnliche Lesart legt auch die Entwicklung des Goldpreises nahe, denn auch dieser gilt als richtungsweisend für die Ölpreise.
Entwicklungen dieser Art konnten in der Börsengeschichte immer wieder an den Aktienkursen der Ölunternehmen abgelesen werden. Mit etwas Glück kann in Deutschland und anderen Ländern bald also – wenigstens vorübergehend – wieder etwas günstiger getankt werden. Auf lange Sicht ist aber der Weg nach oben aus Sicht Wissenschaftler der einzig wahrscheinliche.
