Lange genug gedauert hat es, bis die Bundesregierung nun endlich das Paket für einen besseren Kinderzuschlag in Angriff und abgesegnet hat.
Ab Oktober soll es nun soweit sein, dass gut die doppelte Zahl deutscher Familien den begehrten Kinderzuschlag erhalten kann. Dabei sind einige sinnvolle neue Regelungen verabschiedet worden, die bei vielen Familien für Optimismus sorgen können. Die wichtigste Veränderung beim Kinderzuschlag ist zweifelsohne die Verbesserung der Mindesteinkommensgrenze.
Die große Koalition einigte sich darauf, Alleinerziehenden diese Grenze nun bei 600 Euro und Paaren auf 900 Euro herabzusetzen und so mehr Familien Hoffnung auf den Kinderzuschlag zu gewähren. Fast noch gravierender sollen die Veränderungen beim Verfahren der Beantragung ausfallen.
Das Antragsverfahren soll wesentlich vereinfacht und unbürokratischer gestaltet werden. Erwartet wird von der Regierung in Berlin, dass etwa 50000 Familien auf diese Weise zusätzlich ihren Anspruch auf Kinderzuschlag werden geltend machen können.
Zugute kommen soll dies den Schätzungen nach deutlich mehr als 100 000 Kindern. Die Diskussion um die zunehmende Kinderarbeit hatte zu einer neuen angeregten Debatte um Kindergeld und Kinderzuschlag geführt, den neuen Gegebenheiten will man nun Rechnung tragen. Im besten Fall stehen den Eltern für ihre Kinder nun zukünftig maximal 140 Euro pro Monat zur Verfügung.
