Die SPD lässt bei der Präsidentschaftswahl Gesine Schwam antreten und setzt dabei auf die Stimmen der Linken. Die Hochschulproffessorin wurde gestern offiziell von Ihrer Partei als Gegenkandidatin zu Horst Köhler für die Bundespräsidentenwahl in einem Jahr nominiert. In Ihrer Rede vor der Presse sagte Gesine Schwan:”Ich möchte die Linke auch ermutigen, sich zu entscheiden, zwischen konstruktiver Politik und demagogischem Protest.” Der Wahlkampf 2009 ist damit eröffnet.
Damit geht die SPD auf Konfrontationskurs mit der Union. Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisierte dieses Vorhaben mit scharfen Worten. Angela Merkel:”Umso bedauerlicher ist es und letztlich mit dem inneren Zustand der SPD zu erklären, dass Schwan eine eigene Kandidatur beschlossen hat und mehr noch, dass sie sich damit in die Hände der Linkspartei begibt”.
Nachdem es morgens den einstimmigen Segen des Parteivorstandes gab, traten anschließend die Nominierte und der Parteischef Kurt Beck vor die Presse. Gesine Schwan gab sich sehr selbstbewusst und warb sogar um Stimmen der Linken. “Ich wäre nicht angetreten, wenn ich nicht eine reale Chance sehe…ich wäre nicht angetreten, wenn es aussichtslos gewesen wäre” so Schwan vor der Presse am Montag.
So zeigen sich auch schon wie in 2004 die gleichen Gegner bei der Bundespräsidentenwahl 2009
Horst Köhle vs. Gesine Schwan
nur diesmal mit dem Unterschied, dass die Union und die SPD in einer geminsamen Koalition sind.
Die umworbene Linke will hier aber auch gefragt werden, sonst drohen Sie mit einer eigenen Kandidatur. Das Problem welches sich hieraus ergibt ist für die SPD äußerst heikel, denn offene Verhandlungen mit der Linkspartei können das Aus der großen Koalition bedeuten und das gerade jetzt, wo sich die SPD im Umfrage im Rekordtief befindet.
Einer schweigt zu dem ganzen Rummel…der amtierende Bundespräsident Horst Köhler. Würde er direkt vom Volk gewählt werden, müsste er sich keine Sorgen machen…ob es aber bei der Wahl am Ende für ihn reicht, liegt nur in den Händen der Partei Strategen.

Es wird dringend Zeit daß die SPD sich an einen Ort begibt, der ihrem inzwischen doch sehr strengen Geruch entspricht..