Nach Ansicht der studentischen Vertreter hat sich die Lage an der Universität Duisburg-Essen durch die Einführung der Studiengebühren kaum verändert. Laut Pascal Geißler, dem studentischen Vertreter im Prüfungsgremium zur Sicherung der Qualität der Lehr- und Studienorganisation an der Universität Duisburg-Essen, würden die Mittel an den falschen Stellen verwendet und es sei dadurch zu keiner Verbesserung der Lehre oder der Studiensituation gekommen.
Die einzige spürbare Verbesserung sei in der Bibliothek zu bemerken, denn hier sei etwa eine Million Euro zur Anschaffung neuer Bücher und anderer Medien eingesetzt worden. In anderen Bereichen hapere es dagegen sehr. So zum Beispiel in den Prüfungsämtern, wo Studenten trotz neuer Stellen teilweise seit Oktober letzten Jahres auf ihre Zeugnisse warteten. Obwohl mehr Lehrbeauftragte eingestellt wurden, habe man immer noch mit überfüllten Seminaren zu kämpfen, weil diese neu eingestellten Dozenten nicht prüfungsberechtigt seien. Professorenstellen sollten dagegen nach Aussage des neuen Rektors sogar noch abgebaut werden.
Insgesamt sei die Lage also alles andere als gut, zumal die Uni Duisburg-Essen binnen Jahresfrist 3.000 Studierende weniger begrüßen konnte, was nach Meinung Geißlers ein eindeutiges Zeichen dafür ist, dass die Studiengebühren eine abschreckende Wirkung haben.
