Man weiß nicht genau, ob sich die Hamburger Genossen der SPD an Hessen ein Beispiel nehmen wollten oder nicht, aber es wurde von der SPD-Fraktion für die Bürgerschaftssitzung am Mittwoch, den 02.04.2008 ein Antrag vorgelegt, der die Abschaffung der Studiengebühren zum Sommersemester 2008 vorsieht. Von Seiten der Fraktion hieß es, dass man jedem Menschen einen offenen Zugang zum Studium gewähren möchte, der nicht durch finanzielle Barrieren eingeengt wird.
Da auch die Linkspartei, die mittlerweile in der Bürgerschaft vertreten ist, für eine Abschaffung der Studiengebühren ist, wird die Entscheidung spannend, zumal die GAL damit in Zugzwang gerät, denn sie befindet sich auf der einen Seite in Koalitionsverhandlungen mit der CDU, hat aber im Wahlkampf aber stets für eine Abschaffung der gebühren plädiert. Aus Kreisen der GAL hieß es deshalb, dass man den Antrag in die Ausschüsse verweisen wolle.
Es bleibt abzuwarten, wie die Bürgerschaftssitzung verläuft, aber eines hat die SPD mit diesem Antrag jetzt schon gezeigt- sie will sich auf Sachthemen konzentrieren und die Politik mitgestalten, auch wenn dies aus der Opposition heraus geschieht. Dieser Eindruck wird auch dann bleiben, wenn der wahrscheinliche Fall eintritt und der Antrag zunächst abgelehnt wird.
