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Eine Kindergelderhöhung kann arme Familien nicht entlasten

Die momentan von der Bundesregierung geplante Kindergelderhöhung kommt laut dem Kölner Sozialwissenschaftler Professor Christoph Butterwegge den ärmsten Familien in Deutschland überhaupt nicht zu Gute. Der Hauptgrund hierfür liege darin, dass das Kindergeld auf Transferleistungen wie ALG II angerechnet werde und damit keinen Mehrwert für arme Familien darstelle. Bis zu 2,6 Millionen Kinder lebten in Deutschland auf Hartz IV- Niveau, heißt es weiter.

Die Kindergelderhöhung in der geplanten Form unterstützt nach Butterwegges Ansicht lediglich die Menschen in unserer Gesellschaft, die sowieso schon etwas haben. Wer allerdings alleinerziehend sei und aufgrund der schlechten Situation im Bereich der Kinderbetreuung keine Arbeit finde, habe von einem höheren Kindergeld überhaupt nichts. Um die Kluft zwischen den ganze Armen und der Mittelschicht jedoch nicht noch weiter zu vergrößern, müsse an vielen Stellen eine gezielte Förderung für Familien am Existenzminimum geschaffen werden.

Ob die Äußerungen Butterwegges von der Politik ernst genommen werden und dann auch in konkrete Beschlüsse münden, ist zu bezweifeln. Es bleibt abzuwarten, welche Ergebnisse der Existenzminimumbericht liefert und welche Antworten die Politik darauf zu bieten hat, um im familienpolitischen Bereich endlich nachhaltige Veränderungen zu erzeugen.

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