Professionelle Hilfe gegen Überschuldung
Am Anfang herrscht nur Freude – schließlich hat man so lange auf das neue Auto gewartet. Genießen ist jetzt, gezahlt wird ja später. Doch es muss nicht immer eine große Anschaffung sein, die einen in später in finanzielle Nöte treibt. Bei vielen kleinen Ratenkäufen besteht die Gefahr, dass viele kleine Raten zusammen eben auch eine bedeutende Belastung pro Monat darstellen. Leider erkennen die meisten Betroffenen dies erst, wenn es schon zu spät ist und sie sich selbst nicht mehr aus ihrer finanziellen Notsituation befreien können.
Um zu verhindern, dass Schuldner den Überblick verlieren und schutzlos im Schuldenchaos versinken, bieten seit Anfang der 80er Jahre in Deutschland Schuldnerberatungsstellen überschuldeten Personen und Familien Hilfe und Unterstützung bei der Lösung ihrer finanziellen Probleme an. Nach dem Sozialrecht ist jede Kommune sogar dazu verpflichtet, Schuldnerberatung anzubieten. Neben den staatlichen Schuldnerberatungen gibt es Schuldnerberatungsstellen, die gemäß der Insolvenzverordnung von den Ländern als Insolvenzberatungsstellen anerkannt sind. Diese sollen Überschuldeten die Restschuldbefreiung mit Hilfe der Privatinsolvenz ermöglichen. Wer eine Schuldnerberatungsstelle in seiner Nähe sucht, sollte sich zwecks näherer Auskunft einfach an das nächste Sozialamt wenden.
Die meisten Schuldnerberatungsstellen werden von wohltätigen Verbänden, wie dem Deutschen Caritasverband, dem Deutschen Roten Kreuz oder dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche getragen.
Achtung:
Während die Beratung in staatlichen Schuldnerberatungsstellen immer kostenlos ist, verlangen gewerbliche Dienstleister so gut wie immer Gebühren. Wer dennoch die Dienste eines kommerziellen Schuldenregulierers in Anspruch nehmen möchte, sollte sich vorher bezüglich der Seriösität des Anbieters erkundigen. Dies ist unbedingt erforderlich, da einige kommerzielle Anbieter nicht nur unseriös, sondern zum Teil sogar kriminell arbeiten.
