Trotz der kürzlich von der Bundesregierung beschlossenen Erhöhung des BAföG zeigt sich das Deutsche Studentenwerk noch nicht gänzlich zufrieden und fordert mehr Geld für sozialschwache Studierende.
Die Große Koalition hatte das BAföG nach Jahren der Stagnation nun um zehn Prozent bei den Bedarfssätzen und um acht Prozent bei den Freibeträgen erhöht. Das Deutsche Studentenwerk begrüßte diese Erhöhung natürlich, kritisierte allerdings gleichzeitig die generelle Handhabung.
Es sei gut, dass die Erhöhung des BAföG nun komme. Allerdings dürften nicht erneut sechs Jahre vergehen, bis beim BAföG wieder was passiere, sagte der Präsident des Studentenwerks, Rolf Dobischat, nun in Berlin.
Auch, dass die aktuellen Einkommens- und Preisentwicklungen sowie auch die Einführung der Studiengebühren bei der Bemessung der aktuellen BAföG-Sätze nicht berücksichtigt wurden, kritisierte das Deutsche Studentenwerk. Vielmehr müsse das BAföG “stetig angehoben und weiterentwickelt werden, so Dobischat. Man fordere die Länder daher unter anderem auch dazu auf, beim BAföG über Sozialstipendien für einen Ausgleich und mehr Sozialverträglichkeit zu sorgen.
Wie das Studentenwerk weiter mitteilte, seien die “ Rekrutierungspotentiale“ für begabte junge Menschen aus den hochschulnahen Bildungsmilieus so gut wie ausgeschöpft. Bei den nichtakademischen Gesellschaftsschichten allerdings gebe es großen Nachholbedarf. Diese Studenten seien es auch, welche auf ein starkes BAföG angewiesen seien, so Dobischat.
