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Studiengebühren in NRW werden zum Fehlschlag

Einem Bericht der Westfälischen Rundschau zufolge werden die Mittel aus den erhobenen Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen größtenteils dafür verwendet, Finanzlöcher wieder zu stopfen, welche zuvor durch den Sparkurs des Landes forciert wurden.

Damit erweise sich dem Bericht nach der gesetzlich vorgesehen Plan der Landesregierung, die zusätzlichen Mitteln aus den Studiengebühren, immerhin eine Summe von etwa 300 Millionen Euro, rein zur Verbesserung der Lehre zu nutzen, als Fehlschlag.

Wie eine Umfrage der Zeitung unter den Universitäten und Hochschulen in NRW ergab, halten sich die meisten Hochschulen seit der Einführung der Globalhauhalte im Jahr 2006 für unterfinanziert. Vielen Hochschulen steht demnach im Schnitt weniger Geld zur Verfügung. Beispielsweise fallen die Mittel, welche früher für Personal zur Verfügung standen, geringer aus. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass die Hochschulen landesweit etwa vier Prozent weniger in den Kassen haben. An der TU Dortmund und der Uni Siegen fehlen sogar bis zu acht Prozent. Der Unterschied macht an der Bergischen Universität Wuppertal etwa 20 Vollzeit-Stellen aus.

Wie der Vorsitzende der Landesregkorenkonferenz und Rektor der Uni Wuppertal, Prof. Volker Ronge, gegenüber der Zeitung sagte, sei die Konsequenz, dass den Hochschulen auf der einen Seite weniger Geld zur Verfügung stehe und auf der anderen Seite seien die Einnahmen aus den Studienbeiträgen. Dass da was kompensiert werde, so Ronge, sei klar.

Mit dem frischen Geld wird dem Bericht nach nun Personal eingestellt. Beispielsweise fehlten den Raumplanern in Dortmund etwa 400.000 Euro, was umgerechnet etwa vier volle wissenschaftliche Stellen bedeutet. Diese habe man nun mit den Studienbeiträgen wiederbesetzen können, so der Prodekan Hans H. Blotevogel. Dabei gebe es aber natürlich auch Studenten, so Blotevogel weiter, die sagten, dass dies nur die Finanzierung durch das Land ersetze.

Auch die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen finanziert mit den Gebühren ausgleichend andere Dinge, für die es zuvor noch Geld aus Düsseldorf gab. So zum Beispiel Einführungsveranstaltungen. Gleiches gilt für die Hochschule Bonn, die mit dem Geld mathematische Vorsemester für Studienanfänger bezahlt.

Der Rektor der TU Dortmund, Prof. Eberhard Becker, eigentlich kein Gegner der Studiengebühren, sagte, dass man durchaus sagen könne, dass Teile der Hochschulfinanzierung privatisiert worden seien.

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